1. Hydraulische Widerstandssteuerung für einen Verdrängerraum mit einem hydraulischen Brückenhalbglied vom Typ A (veränderlicher Eingangs- und veränderlicher Ausgangswiderstand); Nutzung der beiden Steuerkanten eines stetig verstellbaren 3/2-Wege-Ventils mit negativer Überdeckung. Zusammen mit einem Differentialzylinder dessen Ringfläche mit dem Betriebsdruck beaufschlagt wird (Ersatzschaltung für hydraulisches Brückenstellglied D), ermöglicht die Zweikantensteuerung die Steuerung von Bewegungen. Beispiel ist das Kopiersystem in (Bild Z 15). Die max. nutzbare Zylinderkraft entspricht jedoch nur der Stangenfläche.
Die Zweikantensteuerung bringt in dieser Form fertigungstechnisch Vereinfachungen gegenüber der Vierkantensteuerung, da nur zwei Steuerkanten aufeinander angepasst werden müssen. Sie erreicht allerdings nicht die Kraftverstärkung und Genauigkeit wie die Vierkantensteuerung.
2. Hydraulische Widerstandssteuerung für einen Aktuator mit zwei Verdrängerräumen durch zwei hydraulische Brückenhalbglieder, bei denen jeweils nur ein Widerstand steuerbar ist (Kombinationen der Brückenhalbglieder Typ B + C).
Eine häufige Anwendung ist die Steuerung eines Aktuators mit einem Regelventil (hydraulische Brückenschaltung). Sobald das Ventil über den Bereich der Überdeckungsverhältnisse hinaus angesteuert ist, sind nur noch die Steuerkanten P A (Zulauf) und B T (Ablauf) oder bei entgegengesetzter Bewegungsrichtung P B (Zulauf) und A T (Ablauf) aktiv. Dies kann interpretiert werden auf jeweils ein Brückenhalbglied Typ C im Zulauf und Typ B im Ablauf. Im Bereich der Nullüberdeckung liegt bei Regelventilen i. a. eine Vierkantensteuerung vor (aufgrund des Radialspiels am Steuerschieber).

Abbildung Z 15: Zweikantensteuerung