Kennzeichnet das Übergangsverhalten eines linearen Systems im Frequenzbereich. Er ist unabhängig von der Art der Systemanregung, d. h. es ist gleichgültig, ob ein System durch ein periodisches oder ein transientes Eingangssignal angeregt wird.
Wird bei einem linearen System eine harmonische Schwingung als Eingangssignalvorgegeben, erhält man als ebenfalls eine harmonische Schwingung, die aber eine veränderte Amplitude und eine andere Phasenlage aufweist (Bild F 34).
Danach ist der Frequenzgang eines Stetigventils nach DIN 24 311 das Verhältnis des Ausgangssignals (z. B. Volumenstrom, Druck) zum sinusförmigen Eingangssignal (z. B. Eingangsstrom) im eingeschwungenen Zustand, dargestellt als Funktion der Kreisfrequenz ω oder der Frequenz f.
Zur Beschreibung des Frequenzgangs wird üblicherweise die Frequenz bei einem Amplitudenverhältnis von -3 dB und ein Phasengang von -45° oder -90° gewählt.
Abbildung F 34: Frequenzgangkennlinien