Geräte, die bei Druckbelastung elektrische Kontakte schließen oder öffnen (DIN ISO 1219-1). Sie werden in der Regel eingesetzt, wenn bei Erreichen und Überschreiten eines eingestellten (vorgewählten) Druckwertes ein elektrisches Schaltkommando oder Meldesignal zur Einleitung eines unmittelbar folgenden Arbeitstaktes (Ansteuern eines elektromagnetischen Wegeventils) oder zur Beendigung eines Taktablaufes (Abschalten des Pumpenmotors, Nullstellung eines elektromagnetischen Wegeventils) gegeben werden soll.
Ihre Aufgabe ist:
- Meldung bestimmter Druckwerte,
- Einleitung von Steuerungs- und Regelungsvorgängen.
Druckschalter können Kolben, Membrane oder Wellrohre als druckübertragendes Element enthalten. Die beiden letzteren sind zwar absolut dicht, aber nur für niedrige Drücke geeignet. Die Kolbenschalter können auch für hohe Drücke gebaut werden, weisen aber wegen der Dichtungsreibung eine Hysterese auf.
Schema eines Druckschalters
Bei einem elektro-mechanischen Druckschalter betätigt ein beweglicher, abgedichteter Kolben einen elektrischen Schalter betätigt. Ein elektronischer Druckschalter arbeitet nach dem Prinzip von Dehnungsmessstreifen (DMS), die in einer Vollbrücke geschaltet sind. Die Sensorelemente sind meist auf einer verschweißten Edelstahlmembran aufgetragen, in Dickschichttechnik (Siebdruckverfahren) hergestellt und in sich temperaturkompensiert. Die Anpassung und Auswertung des Messsignals erfolgt meist durch analoge Elektronik.