Fluidlexikon

Umlaufverluste in hydraulischen Anlagen

Die Betriebsbereitschaft hydraulischer Anlagen erfordert meist, dass die Pumpe auch dann weiterläuft, wenn ihr Volumenstrom gerade nicht benötigt wird, z. B. in der Beschickungsphase eines Arbeitsspiels. Dann wird die Pumpe auf Umlauf geschaltet, d. h. der Volumenstrom wird auf möglichst kurzem Weg mit möglichst geringem Druckverlust in den Behälter zurückgeführt. Man benutzt dazu entweder die Mittelstellung eines Wegeventils (Bild U 15 a) oder ein gesondertes Umlaufventil (b), wobei — auch bei Verstellpumpen, wenn sie nicht p/Q-Regelung besitzen — stets der volle Volumenstrom umgewälzt wird, was nicht verlustlos möglich ist, da neben den internen Leerlaufverlusten in der Pumpe noch die Strömungs- und Druckverluste hinzukommen, die der Volumenstrom auf seinem Weg über das Umlaufventil (Wegeventil) und den Filter in den Behälter verursacht.

Diese Umlaufverluste können durch eine Druck-Strom-Regelung der Pumpe nahezu vermieden werden.

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Abbildung U 15: Pumpenumlauf über Wegeventile (a) und über Umlaufventil (b)