Fluidlexikon

Kennfrequenz eines Hydrozylinders

Als Gleichgangzylinder(Bild K 5) mit der Ölfedersteifigkeit

kennfrequenzeineshydrozylinders_01.gifkennfrequenzeineshydrozylinders_02.gif

Die Ölfedersteifigkeit der Zylinderseite A und der Zylinderseite B sind parallel geschaltet und addieren sich zur gesamten Ölfedersteifigkeit c ÖL. Die Volumina in den Verdrängerräumen sind: V A = V AL + A · x und

V B = V BL + A (h max — x)

mit V AL, V BL = Ölvolumen in den Rohrleitungen zwischen Ventil und Zylinder.

Für die Kolbenmittelstellung und gleiche Volumina in den Anschlussleitungen erhält man mit V o = Ölvolumen jeder Zylinderseite:

kennfrequenzeineshydrozylinders_03-1

Für den Differentialzylinder ergibt sich (Bild K 6):

kennfrequenzeineshydrozylinders_04

Für beide Zylinder berechnet sich die Kennkreisfrequenz jeweils aus

kennfrequenzeineshydrozylinders_05

Bei einem Hydromotor [hydrostatic motor] (Bild K 7) wird die Masse m durch das Massenträgheitsmoment I ersetzt. Dann erhält man mit

kennfrequenzeineshydrozylinders_06kennfrequenzeineshydrozylinders_07

mit V 2 = Schluckvolumen d. Motors

V o = Totvolumen einer Seite

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Abbildung K 5: Kennfrequenzverhalten eines Gleichgangzylinders

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Abbildung K 6: Kennfrequenzverhalten eines Differentialzylinders

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Abbildung K 6: Kennfrequenzverhalten eines Differentialzylinders