Fluidlexikon

Überlaufweg

Weg, den ein Arbeitsglied (z. B. Zylinder) zwischen Abschaltimpuls des Wegeventils und dem Ende der Bewegung noch zurücklegt.

Der Überlaufweg hängt in der Hauptsache von den bewegten Massen und ihrer Geschwindigkeit ab, aber auch die Verzögerungszeiten von Signal- und Steuergliedern im Signalbereich wirken sich aus (Bild U 6). Auch die Schaltzeit der Wegeventile geht hier ein. Verzögerungseinflüsse, die konstant sind, können durch Vorhalt berücksichtigt werden.

Große Schwierigkeiten bereitet der Überlaufweg beim Anfahren einer Position aus beliebiger Geschwindigkeit. Erfolgt dies mit Schaltventilen, muss man erst auf eine Schleichgeschwindigkeit gehen. Bei Proportionalventilen kann man die Verzögerung in einer Stufe durch entsprechende Vorgaben der Rampe in den Griff bekommen.

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Abbildung U 6: Vergleich der Überlaufwege bei festem Anschlag (a), bei NC-Achse mit Proportionalventil (b) und bei elektrohydraulischer Abschaltung (c)